Solidarische Grüße an das Bündnis Neukölln!

Wir, die Solidarische Aktion Neukölln, möchten dem Bündnis Neukölln unsere Solidarität aussprechen. Wir sind verärgert über die Nachricht, dass dem Bündnis Neukölln das Preisgeld aus der Bundesinitiative „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ verwehrt wird, weil sich unter den Bündnispartner*innen eine vermeintlich „linksextremistische Gruppe“ befinden soll (Bericht siehe hier)

Wir haben ebenfalls vor einiger Zeit die Erfahrung gemacht, dass, wer sich im Bezirk Neukölln gegen Rechts engagiert, diskreditiert wird. Wir haben vor der Bundestagswahl eine Veranstaltung mit dem AfD-Rechtsaußenkandidat Andreas Wild gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen verhindert und wurden dafür von der ausrichtenden Stadtteilzeitung „Kiez und Kneipe“ sowie anderen Medien und Teilen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) als Feind*innen der Meinungsfreiheit diskreditiert. Auch wir wurden damals als „Linksextreme“ hingestellt, die für andere eine Bedrohung seien. Dabei bedarf es nicht nur in Neukölln einer klaren antifaschistischen Haltung gegen rechte Hetzer*innen. Aus rechten Worten werden viel zu oft rechte Taten – in Neukölln im letzten Jahr über 120 Mal. Unter anderem wurden Autos angezündet, Wohnhausfassaden rassistisch beschmiert, Antifaschist*innen persönlich bedroht und Stolpersteine geschändet.

Lokale CDU-Politiker*innen, die sich gegen diejenigen aktiven Antifaschist*innen richten, die diesen Zuständen etwas entgegensetzen, zeigen, wo sie stehen: Bei den rechten Kräften. Eine Bundesregierung, die gelebten Antifaschismus kriminalisiert, tut dies ebenso. Umso wichtiger ist ein Festival wie das „Offene Neukölln“, das der rechten Stimmungsmache Solidarität im Kiez entgegensetzt.

Liebes Bündnis Neukölln: Wir finden es super, dass ihr weitermacht und euch nicht spalten lasst! Wir freuen uns schon auf das kommende Festival im Juni und werden uns auch beteiligen.
Als Antifaschist*innen lassen wir uns nicht einschüchtern und diskreditieren – nicht von Rechten auf der Straße, nicht von Rechten in Parlamenten und nicht von Rechten in Ministerien!

Solidarische Aktion Neukölln