4. Mai: Buchvorstellung: „Wenn arme Leute sich nicht mehr fügen…!“ – mit Harald Rein

Wenn arme Leute sich nicht mehr fügen…! – Bemerkungen über den Zusammenhang von Alltag und Protest. Buchvorstellung mit Harald Rein.

Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr, im ORi, Friedelstr. 8, Neukölln

Armut ist ein umstrittenes Thema in Deutschland. Die einen weisen in regelmäßigen Wiederholungen auf verschiedene, sich vergrößernde Armutsproblematiken (z.B. die Kinderarmut) hin. Die anderen leugnen sie, indem sie zum Beispiel argumentieren, Hartz-IV-Bezieher*innen seien nicht arm. Denn schließlich verhindere der Bezug von Arbeitslosengeld II genau dieses Phänomen. Dieser Meinung ist z.B. auch der aktuelle Gesundheitsminister Jens Spahn.

Arme Leute sind gezwungen, ihren Protest und ihre Selbstbehauptung in anderer Form auszutragen, als die gängigen sozialen Bewegungen dies tun. Ihre Repräsentanz findet sich nicht in Parteien und Institutionen wieder, in sozialen Bewegungen finden ihre Ansprüche wenig Gehör. Der Autor Harald Rein beschreibt die Geschichte des Widerstands armer Leute von der Weimarer Republik, über die Hartz-IV-Proteste bis hin zum alltäglichen „stummen Protest“. Darüber hinaus werden einige wissenschaftliche Konzepte der Armutsforschung kritisch hinterfragt.

Im Anschluss an die Lesung wollen wir die Möglichkeiten für solidarischen Widerstand gegen Strategien der Verarmung im Neuköllner und Berliner Alltag diskutieren.

Link zum Blogbeitrag über das Buch von Peter Nowak

Eine Veranstaltung zusammen mit der FAU Berlin