Mehr als ein Jahr solA — was wir feiern

Die solidarische Aktion ist jetzt schon über ein Jahr alt. Das und den anstehenden Jahreswechsel haben wir vor kurzem gefeiert — mit Waffeln, einem fetten Buffet und all jenen, die fest dabei sind, manchmal kommen oder mal da waren. Dabei haben wir eine kleine Runde gemacht, wer eigentlich was alles feiert bei solA:

– An feiert, dass sie in ihrer Wohnung bleiben kann. Der angebliche Eigenbedarf der Eigentümerin ist gerichtlich bestätigt keiner.
– X feiert, dass sie die Ehrenamtspauschale, die ihr zu großen Teilen von der Grundsicherung abgezogen wurde, wieder zurücküberwiesen wurde.
– Ma freut sich, dass er eine Wohnung in Nordneukölln gefunden hat und endlich aus seiner Trägerwohnung im Süden zurückziehen konnte in seine angestammte Nachbarschaft
– Ju feiert, dass sie nach über einem Jahr Scherereien ihren Hauptmieterwechsel in der WG durchbekommen hat.
– Jo feiert, dass er rechtssicher und ohne Sperrung beim Arbeitsamt seinen Job gekündigt hat.
– Ge feiert, dass er nach vielen frechen Briefen von Wohngeldamt und Jobcenter jetzt sein komplettes Geld kriegt.
– Mi feiert, dass er seine Probleme mit Mängeln in der Wohnung in einer solA-AG angeht.

– solA feiert, dass wir nach einem Jahr schon mehr als doppelt so viele Leute wie am Anfang sind, die regelmäßig kommen und mitmachen. Wir feiern, dass wir öffentliche Aktionen gemacht und uns bei Demos, Kundgebungen und Aktionen anderer beteiligt haben. Dass wir zwei gut besuchte öffentliche Workshops und eine Buchvorstellung mit Harald Rein veranstaltet haben. Dass wir in der Nachbarschaft präsent waren und sind, dass uns immer mehr Leute kennen. Am allermeisten feiern wir, dass unsere Leben weniger stressig sind seit wir uns gemeinsam organisieren und struktureller Armut und Ohnmacht zusammen etwas entgegensetzen.
2019 kann kommen!