Samstag 6.6., 15 Uhr: #jetzterstrecht – Recht auf Stadt!

Hallo Neuköllner:innen,

letzten Samstag waren wir mit 70 Leuten für die zweite #jetzterstrecht – Kundgebung auf dem Hermannplatz. Diesen Samstag wollen wir wieder hin. Es geht jetzt jeden Samstag um die Coronakrise, ihre Folgen, unsere Kritik und Wut sowie Perspektiven auf eine Zeit danach. Dieses Mal heißt es #jetzterstrecht – Recht auf Stadt!
Wir wollen über die Mieten- und Stadtpolitik sprechen. Am Hermannplatz plant der Immobilienkonzern Signa das Karstadt-Gebäude abzureißen und einen riesigen Beton-Neubau zu errichten. Wie sieht der Widerstand dagegen aus? Das Immobilienunternehmen Akelius ist Mietpreistreiber Nr.1 in Berlin. Wie wehren sich die Mieter:innen? Und wie sieht die Situation in Bezug auf Zwangsräumungen, Obdachlosigkeit und von der Räumung bedrohten linken Projekte aus?

Recht auf Stadt muss heißen, dass alle durch die Straßen laufen und in Parks abhängen können – ohne Angst vor rassistischen Polizeikontrollen wie während der Corona-Maßnahmen in Neukölln. Recht auf Wohnen muss heißen, dass wir bei der Wohnungssuche nicht immer wieder leer ausgehen, weil Vermieter:innen rassistische Vorstellungen ausleben.

Achtet auf Abstand. Kommt vorbei und bringt am besten noch eure Schilder gegen die Krise mit!

Samstag, 6.6., 15 Uhr, Hermannplatz

– – – und hier noch unser Flyertext – – –

Der Staat rettet Konzerne, aber die Berliner Bezirke sollen 160 Mio € einsparen? An der EU-Grenze werden Menschen in Lagern eingesperrt und sich selbst überlassen, aber Politiker:innen feiern sich für 47 aufgenommene Jugendliche? Deutschland lässt 80.000 Arbeiter:innen einfliegen, um die Spargel- und Erdbeerversorgung zu sichern, aber diese  erhalten dann noch nicht einmal ihren Lohn? Die Kita bleibt zu, aber es soll normal weitergearbeitet werden? Der Bundestag klatscht für Pflegearbeiter:innen, aber beschließt den 12-Stunden-Tag? Die Regierung spricht von Solidarität, aber Jobcenter und Sozialamt stressen weiter rum?  Wir sind in Kurzarbeit oder verlieren unseren Job, sollen schön weiter Miete zahlen, während Konzerne wie BMW die dicken Dividenden ausschütten? Und. Und. Und.

Die Corona-Krise zeigt uns deutlich, was hier ohnehin schon schief läuft. Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen. Zusammen mit vielen anderen Gruppen haben wir unter dem Motto #jetzterstrecht aufgeschrieben, was wir denken, was wir wollen und was wir machen können. Damit wollen wir jetzt auf die Straße gehen.

Immer am Samstag von 15-16 Uhr machen wir am Hermannplatz eine #jetzterstrecht – Kundgebung. Wir widmen uns jedes Mal einem bestimmten Thema. Die jeweils geltenden Corona-Bestimmungen werden beachtet.

Mehr Infos zu #jetzterstrecht und bald auch den kommenden Kundgebungen gibt es hier:
https://www.jetzterstrecht.org/de/ und auch auf unserer Website.

#jetzterstrecht / ab 23.5. jeden Samstag 15 Uhr / Hermannplatz

– – – gemeinsam gegen den Corona-Stress! – – –