Über solA

*Diese Website ist noch im Aufbau. Entschuldigt bitte Fehler, Lücken und fehlende Übersetzung

Was ist die Solidarische Aktion Neukölln?

Alltagskonflikte
Ob steigende Mieten, Schikanen vom Jobcenter oder Ärger mit den Chefs: Unser Alltag ist voller Stress. Oft fühlen wir uns überfordert oder ausgeliefert. Bei der solidarischen Aktion Neukölln geben wir den Stress an diejenigen zurück, die dafür verantwortlich sind. Einerseits geht es darum, unsere aktuelle Situation zu verbessern. Andererseits wollen wir öffentlich zeigen, was für Schweinereien in dieser Gesellschaft passieren, dass wir damit nicht einverstanden sind und wir uns dagegen wehren.

Solidarische Praxis
In dieser Gesellschaft sind viele Leute mit ihren Problemen allein. Das führt zu Ohnmacht und verhindert, dass wir uns aktiv dagegen wehren. Wir wollen etwas anderes: Wir unterstützen uns gegenseitig bei unseren Problemen. Wir begleiten uns zu Behörden, helfen uns Briefe zu schreiben und lernen miteinander Neues. Wir sind keine professionelle Beratungsstelle, aber wir unterstützen jede solidarische Person. Alle in unserer Gruppe haben Konflikte mit Vermieter*innen, Chefs oder dem Jobcenter. Alle, die unterstützt werden, unterstützen auch andere.

Gemeinsam organisieren
Wenn wir uns zusammentun, können wir mehr Druck gegenüber den Jobcentern, Vermieter*innen und Chefs machen und mehr erreichen. Wenn wir mehr sind, sind wir lauter. Wenn wir mehr Leute sind, können wir alle voneinander lernen. Das macht uns stärker. Bei Aktionen machen wir unsere Anliegen öffentlich. Nachbar*innenn, Freund*innen und Kolleg*innen sind herzlich eingeladen, mitzumachen.

Wir sind nicht allein
Überall organisieren sich Arbeitende, Erwerbslose und Mieter*innen gegen die Zumutungen des Alltags, ob in Berlin oder woanders. Wir sind Teil dieser Bewegung und vernetzen uns mit anderen Gruppen. Und weil eine bessere Gesellschaft nicht mit Ausbeutung, Rassismus, Sexismus und anderen Formen der Unterdrückung funktionieren wird, sind wir an der Seite aller, die für eine gerechte Gesellschaft streiten.

Klare Position beziehen
Miteinander solidarisch zu sein und gemeinsam Konflikte zu führen heißt für uns, dass wir niemanden abwerten. Wir diskriminieren niemanden, zum Beispiel wegen Herkunft, Geschlecht oder körperlicher Verfassung – das ist für uns ein Grundprinzip. Sollte das in unserer Gruppe vorkommen, sprechen wir das an und setzen uns damit auseinander. Jede*r kann und soll dazu lernen, was Ausschluss bedeuten kann und wie man sich gut dagegen wehrt. Wer nicht bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen, kann nicht Teil der Gruppe sein. Unsere Meinungen und Prinzipien behalten wir nicht für uns, sondern tragen sie in den Kiez und in die Gesellschaft. Solidarisch im Alltag sein, heißt für uns auch gegen rechte, ausschließende Positionen aktiv zu werden.